
Supermoto
Heilbronn 30.09.2001: Achim Trinkner gewinnt
vor großer Kulisse
"Ich denke, ich kann am Sonntag gewinnen"...
In der
Pressekonferenz wenige
Tage
vor dem Super Moto in Heilbronn,
trug Achim Trinkner dick auf.
Verständlich,
denn der 28-jährige Motorradhändler aus Löchgau hatte die beste
Saison
seiner
Karriere hinter sich gebracht: Gesamtplatz vier in der international
hoch
angesehenen
deutschen Super-Moto-Meisterschaft
hatte nicht nur die
Fachwelt
aufhorchen lassen.
Und das Einladungsrennen in Heilbronn sollte eben zum krönenden
Abschluss
einer gelungenen Saison werden.
Nur: So wie der gelernte Betriebswirt
dachten
auch 85 andere Fahrer aus
5 Nationen,
die sich auf der Piste
auf der
Heilbronner Theresienwiese
Erfolgschancen ausrechneten.
Zudem galt -
anders
wie bei DM-Veranstaltungen, auf denen zwei Läufe gefahren werden -
in
Heilbronn das KO-Prinzip.
Vorläufe, Hoffnungsläufe und ein alles
entscheidendes Finale
entschieden
über Sieg oder Niederlage.
Und der Löchgauer Husqvarna-Pilot hatte auf Sieg gesetzt. Von Anfang
an.
Bereits im Vorlauf ließ Trinkner nichts anbrennen und siegte vor dem
Schweizer Yamaha-Fahrer
Dani Müller
während der vierfache deutsche
Meister
Harald Ott aus Heidenheim
den anderen Vorlauf gewinnen konnte.
Dann
das
Finale.
Die 4000 Zuschauer, die sich in Drei- und Viererreihen um den
Festplatz drängelten,
hielten den Atem an.
Wer sollte als Erster in
die
erste
180-Grad-Kehre biegen.
Es war Harald Ott,
dicht gefolgt vom Löchgauer
Driftspezialisten.
Und Ott - das wusste auch
Trinkner - ließ sich
nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen.
Doch Trinkner
blieb dran,
zeigte
dem
Kawasaki-Piloten immer und immer wieder das Vorderrad und schlug
beim
ersten Fehler des immer nervöser
werdenden Ott zu.
Ein kleiner
Schlenker
von
Ott eingangs der Zielgerade genügte, um Trinkner
aufschließen zu
lassen.
Und
dann war es um Otts Führung geschehen.
Auf der Innenlinie quetschte
sich der
Löchgauer unter dem Jubel der Fans an
Ott vorbei.
Der Rest war Formsache.
Müller holte Rang drei, Ott lief auf Platz zwei ein und Achim Trinkner gewann.
Hatte er ja schließlich auch versprochen.
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